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Weihnachten: Rechte und Pflichten beim Geschenkekauf

Im Dezember ist jedermann im Kaufrausch, Weihnachtsgeschenke müssen her und im Überschwang des bevorstehenden Festes trifft man ab und zu falsche Entscheidungen. Doch was tun, wenn dem Beschenkten das Präsent überhaut nicht zusagt? Wir geben hier einen Überblick darüber, welche Rechte man als Käufer beim Umtausch hat. Oft ist der Paragraphendschungel nämlich ziemlich dicht und undurchsichtig.

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In den zwei Wochen vor Heiligabend bestellen

Heutzutage werden ja viele Geschenke im Internet gekauft. Und das hat auch einen klaren Vorteil. Jedem Käufer wird gesetzlich ein Widerrufsrecht zugesichert. Dies gilt aber nur 14 Tage ab Lieferdatum. Also sollte man seine Weihnachtsgeschenke erst ab zwei Wochen vor dem Fest bestellen. Wer es zu früh macht, der hat dann bei langen Gesichtern am heiligen Abend keine Chance mehr, das Widerrufsrecht zu nutzen.

Widerruf erklären

Wer von seinem Recht Gebrauch machen möchte, braucht den Widerruf zwar nicht begründen, aber zumindest sollte er der Rücksendung ein Schreiben beilegen und den Widerruf erklären. Verbraucherexperten raten dringend dazu. Die Kosten dafür trägt der Käufer übrigens selbst. Seit 13. Juni 2014 gilt in der EU ein Gesetz, dass Verkäufer nicht mehr die Kosten für die Rücksendung tragen muss, wenn die Ware einen Wert von 40 Euro überschreitet. Allerdings kann dies vom Verkäufer natürlich freiwillig als Service angeboten werden. Wer dies nicht tut, muss das dem Käufer allerdings auch ausdrücklich mitteilen, dass er die Kosten für die Rücksendung nicht tragen wird.

Komplizierter wird es, wenn man das Geschenk individuell zusammenstellen lassen hat. Dann gilt das Widerrufsrecht nur in Ausnahmefällen. Wer im Ausland bestellt, steht bei einem Umtauschwunsch vor noch größeren Problemen. Dort gelten oft andere Lieferfristen, außerdem kommen noch hohe Zollkosten dazu. Also am besten bei einem inländischen Händler bestellen.

Vorsicht beim Kauf im Laden

Wer seine Geschenke im Laden kauft, hat, im Gegensatz zu landläufigen Meinung, kein automatisch Rückgaberecht. Der Händler darf selbst entscheiden, ob er einen Artikel, der in einwandfreiem Zustand ist, zurücknehmen wird. Gutscheine ohne Ablaufzeit verjähren übrigens nach drei Jahren. Den Beschenkten sollte man darauf hinweisen. Gutscheine für ein Theaterstück verfallen, wenn das Stück nicht mehr läuft. Bei Kinogutscheinen ist das etwas anders. Sie dürfen nicht sofort verfallen.

Am besten ist es also, man informiert sich im Vorfeld über die Wünsche seiner Lieben. Dann muss man auch nicht lästige Umtauschaktionen durchführen.

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