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Wird der Goldpreis künstlich niedrig gehalten?

Mit Verschwörungstheorien um den Goldpreis versucht derzeit der Buchautpr Dimitri Speck Kasse zu machen: In seinem Werk "Geheime Goldpolitik" beschreibt Speck, wie die USA den Preis für Gold mit Manipulationen niedrig halten, um den Dollar zu stärken. Experten raten aber dazu, sich an solchen Gedankenspielen nicht zu beteiligen.

Vor einem Jahr lag der Goldpreis noch bei 1700 Dollar pro Feinunze. Wer damals zugelangt und gekauft hat, der hat ordentlich Geld verloren. Denn derzeit steht der Preis bei 1240 Dollar. Für Speck hat dieses Vorgehen Methode. Er vermutet dahinter eine Verschwörung, an der Banken und Geschäftsleute beteiligt sind.

Die WELT zitiert den Buchautor so: "Ob Gold steigt oder fällt, ist immer auch eine politische Frage, und es gibt einige Indizien dafür, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht." Fünf Banken würden den Goldpreis in einer Telefonkonferenz zwei Mal täglich mittels eines Fixings festlegen. So wurde es auch schon beim Referenzzins Libor gemacht. Und der sei ja bekanntlich manipuliert worden.

Außerdem habe Speck die Erfahrung gemacht, dass das Nachmittagsfixing von 1993 bis 2012 zumeist den Tiefstwert des Goldpreises darstelle. Zur gleichen Zeit würden an der Ostküste die Banken ihre Pforten öffnen. Speck vermutet, dass so die Anleger verunsichert werden sollen, um den Dollar als stärkste Währung zu etablieren. Degussa-Chefvolkswirt Thorsten Polleit hält diese Theorien aber für Quatsch. Manipulationen könnten kurzfristig die Preise ändern, einen dauerhaften Einfluss auf den Markt hätten sie aber nicht.

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