Excite

Witwenrente: Wenn der Ehepartner stirbt

Zunächst ist es ein seelisches Loch, in das man fällt, wenn ein Ehepartner plötzlich verstirbt. Verliert eine Frau ihren Mann, der für den Unterhalt gesorgt hat, so hat sie dazu noch das finanzielle Problem. Wer kommt für den Unterhalt auf. Für diese Fälle gibt es in Deutschland die sogenannte Witwenrente.

Kleine oder große Witwenrente

Die finanzielle Unterstützung seitens des Staates für Hinterbliebene wurde eingerichtet, damit niemand, der durch den Tod eines Ehepartners unter die Armutsgrenze fällt. Viele Frauen sind nicht erwerbstätig, der Mann hat für den Unterhalt gesorgt. Und werden sie zu Witwen, so haben sie ohne eine entsprechende Rente keine Chance, für den eigenen Unterhalt zu sorgen.

Dabei wird unterschieden zwischen der kleinen Witwenrente und der großen Witwenrente. Die kleinere Variante wird an die Hinterbliebenen ausgezahlt, die über ein Vermögen verfügen und deswegen der Unterhalt auch selbst gesichert werden kann. Diese Witwenrente beträgt 25 Prozent von der Rente des Verstorbenen und wird im längsten Fall 24 Monate ausgezahlt. Voraussetzung dafür ist, dass der Mann vor dem 1. Januar 2002 verstorben ist oder dass ein Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist. Außerdem muss die Ehe mindestens vor zehn Jahren geschlossen worden sein.

Die große Witwenrente tritt dagegen dann in Kraft, wenn die Hinterbliebene noch weitere Ansprüche geltend machen kann. Sie ist nicht nur berechtigt, die kleine Witwenrente zu beziehen, sondern wenn sie auch noch ein eigenes oder das des Verstorbenen erzieht, dann zahlt der Staat eine höhere Rente. Das Kind darf das 18. Lebensjahr aber noch nicht überschritten haben. Bei einem Kind mit Behinderung gibt es keine Altersgrenze. Auch erwerbsgeminderte Hinterbliebene können die große Witwenrente beziehen.

Pro Kind mehr Rente

Jeder Hinterbliebene hat nach dem Tod des Ehepartners auch noch verschiedene andere Rechte, die die Witwenrente beeinflussen und erhöhen können. Zum Beispiel können Kinderzuschläge geltend gemacht werden. Pro Kind erhält der erziehende Hinterbliebene dann einen bestimmten Betrag pro Monat auf seine Hinterbliebenenrente. Im Gegensatz gibt es noch den Rentenabschlag. Das bedeutet, dass die Rente um bestimmte Prozentpunkte gekürzt wird, je jünger der Verstorbene beim Todeszeitpunkt war.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017