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Zinssatz bei Festgeld - Kaum mehr Unterschiede bei längeren Anlagezeiträumen!

Die Zinsstruktur am Finanzmarkt spüren die Anleger. Für Anlagen beim Festgeld (Anlagedauer 10 Jahre) gibt es kaum höhere Zinsen als bei einem Anlagezeitraum von fünf Jahren.

Im September 2011 hat die Bank of Scotland den Zinssatz für die Anlagedauer von 12 Monaten gesenkt. Von 3,0 Prozent wurde der Zinssatz für Festgeld auf nunmehr 2,9 Prozent gesenkt. Bei einer 48 Monate dauernden Laufzeit bezahlt die Bank jetzt 3,6 anstatt der vorherigen 3,9 Prozent pro Jahr. Festgeld mit einer Laufzeit von fünf Jahren sieht einen verringerten Zinssatz von 4,25 auf 4,1 Prozent. Diese Zinssätze zahlt die Bank bei jährlich vereinbarter Zinszahlung.

Der Druck vom Finanzmarkt hat dazu geführt, dass die Briten mit ihrer Zinssenkung den Trend der nächsten Wochen einleiten. Der Finanzmarkt drückt auf die Einlagenzinsen. Besonders die Kurse der als sicher geltenden Bundesanleihen zeigen sich auf einem Rekordhoch. Die Renditen führt das allerdings auf einen historischen Tiefstand.

Für eine 10 Jahre Bundesanleihe erhalten Anleger kaum mehr 1,7 Prozent Rendite. Solange die Sorgen der Marktteilnehmer anhalten, dass es zum Staatsbankrott einzelner Länder im Euroraum kommt, wird die Umschichtung in Bundesanleihen weitergehen.

Wie am Beispiel von Japan zu sehen ist, könnten Zinsen für eine lange Zeit sehr niedrig bleiben. Es könnte sich 2011 durchaus lohnen, Festgeldanlagen zu tätigen, um sich das aktuelle Zinsniveau zu sichern. Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die Zinssätze für alle Laufzeiten (beginnend beim Tagesgeld) in den nächsten Monaten wieder sinken.

Wenn die EZB in Zukunft durch Leitzinssenkungen und Anleihekäufen aufgrund der Rezessionsängste die Zinsen niedrig hält, kann das den Anlegern in ihrer Hoffnung auf bald steigende Zinssätze einen Strich durch die Rechnung machen.

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