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Zwangsversteigerung: Ablauf und Tipps

Zwangsversteigerung: Ablauf und Tipps zum Versteigerungsprozess - wenn ein Besitzer einer Immobilie oder eines Grundstückes die Verbindlichkeiten nicht mehr zahlen kann, kommt in es der Regel zu einer Zwangsversteigerung. Das wird durch die Bank, die sonst die Zahlungen erhält, auf den Weg gebracht, die die Versteigerung beim zuständigen Amtsgericht anmeldet. Stimmt das Amtsgericht der Zwangsversteigerung zu, kommt das Vollstreckungsgericht ins Spiel, das den Verkehrswert der Immobilie ermittelt.

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Der Ablauf einer Zwangsversteigerung

Sobald der Wert der Immobilie oder des Grundstückes ermittelt wurde, wird ein Versteigerungstermin bei Gericht festgelegt.

Das kann bis zu zwei Jahre dauern. Sobald der Termin in den amtlichen Bekanntmachungen des Gericht veröffentlicht wird, ist auch das Mindestgebot für das Objekt öffentlich.

Wer bei einer Zwangsversteigerung mitmachen will, sollte klären, ob in diesem Mindestgebot die Rechte aus dem Grundbucheintrag sowie Grundsteuern enthalten sind. Bei dem Zwangsversteigerungstermin selbst wird die Bekanntmachung zu dem Objekt öffentlich vorgelegt. Des Weiteren wird auch genannt, ob noch zusätzliche Geldleistungen zu dem Mindestgebot gezahlt werden müssen.

Als Bieter bei einer Zwangsversteigerung nennt man dann den Betrag, den man zahlen möchte. Wer mitbietet, sollte das Geld vorher schon organisiert haben, denn nach dem Gebot gehen 10 Prozent des ermittelten Verkehrswertes direkt per Überweisung an die Gerichtskasse. Der restliche Kaufpreis muss dann vier bis sechs Wochen später gezahlt werden.

Wer Neuling in Sachen Zwangsversteigerung ist, sollte einfach mal ein, zwei Versteigerungstermine besuchen, um sich einen Eindruck vom Verfahren zu verschaffen. Des Weiteren empfiehlt der Ratgeber zur Zwangsversteigerung, einen Blick in den Grundbuchauszug zu werfen, der bei der Versteigerungsakte vorhanden ist. Dort wird dokumentiert, ob das Wohnen in der Immobilie uneingeschränkt möglich ist.

Daneben befinden sich beim zuständigen Gericht der Zwangsversteigerungsimmobilie auch ein neutrales Gutachten eines Sachverständigen vor, was Informationen zum Zustand der Immobilie gibt.

Starke Nerven in den letzten Sekunden

Eine Bietstunde dauert um die 30 Minuten. Beim dritten Hammer-Schlag zählt das letzte Gebot. Währen der Rechtspfleger den Hammer zückt, kann noch ein Gebot abgegeben werden. Diese letzten Sekunden sind entscheidend und erfordern starke Nerven. Wenn der Rechtspfleger dann die Eigentumsübertragung verkündet, gehört die Immobilien dem Höchstbietenden.

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